Nationaler Gebetstag 2019

Ein Tag wie im Tempel Jerusalems

Hans-Peter Lang, der Leiter von Gebet für die Schweiz, erinnerte die rund 3’000 Anwesenden an einen Weiheritus, der im alten Israel herrschte. Mit dem Blut eines Widders wurden das Ohr, der rechte Daumen und der grossen Zeh des Hohenpriesters bestrichen (Lev 8,22-24). «Am Nationalfeiertag 2017 heiligte Gott unsere Ohren, wir gingen auf einen Gebetsmarsch; 2018 waren es unsere Hände, die wir in Reue gereinigt haben; dieses Jahr: unsere Füsse! Möge Gott uns von unserer Erstarrung, von unserer religiösen Selbstgenügsamkeit aufwecken. Gott will unsere schönen Werke nicht, er will unsere Herzen!»

Von Joël Reymond

Gut aufgenommene Prozessionen
Die Erwartungen an den Nationalen Gebetstag 2019 waren hoch und der Herr ehrte sie. Viele Besucher teilten die Sicht, dass die beiden Momente um das Kreuz am Nachmittag die stärksten Zeiten waren. Sowohl die Leiter von Gemeinden und Werken als auch die junge Generation wurden gesegnet. Die Prozession zum Kreuz wurde von Schofarbläsern und Fahnenträgern angeführt – eine Symbolik, die vom überwiegend evangelischen Publikum verstanden und sogar begrüsst wurde. «Wir machen einen Jericho-Marsch», erklärte Hans-Peter Lang. Wenn dem symbolischen Akt eine unsichtbare Realität zugrunde liegt, entsteht eine Atmosphäre der Heiligkeit.

Versammlung um das Kreuz
Die erste Proklamation brachte Pastoren, Hirten und andere Leiter von Werken und Gemeinden zusammen. Sie wurden physisch und geistlich vom Rest der Gemeinde umgeben, um gesegnet und befreit zu werden. «Wir proklamieren das Ende der Trennmauern, der Religiosität und des manchmal ungerechten Drucks auf sie. Seid frei von allen diesen Dingen!», sagte Hans-Peter Lang. Eine zweite Proklamation forderte die Jugendlichen auf, sich um das Kreuz zu versammeln. Umgeben wurden sie von der älteren Generation, die sie segnete und freisetzte: «Wir erlauben euch, crazy für Jesus zu sein! Wir setzen die Farbe und die Kreativität Gottes in euch frei!»

Beeindruckende Reife
Die Zukunft wird die Wirksamkeit dieser Proklamationen erweisen, aber die ausserordentliche Intensität des Gebets, der Gemeinschaft und der spürbaren Kraft Gottes versicherte uns, dass diese Worte des Glaubens ihr Ziel auf Erden und im Himmel erreicht hatten. Der Nationale Gebetstag hat eine beeindruckende Reife erreicht – ruhig, festlich und freundlich in seiner Atmosphäre, feierlich und reich an Symbolen, Flaggen, Bannern und Schofarim, ein wahrer Gottesdienst im Sinne des Jerusalemer Tempels. Das Wort Gottes fordert uns dazu auf, mit Gesang, Tanz und Fürbitte für unsere Anliegen einzustehen. Wir freuen uns auf die Fortsetzung!

 

Dokumente zum Nachlesen:

Mit Gott erlebt...

SBB bedankt sich für Absingen der Nationalhymne im Zug

Nach dem Besuch des Nationalen Gebetstags reist unsere „Chutzegebetsgruppe“ vorzeitig ab. Leider verpassen wir das gemeinsame Singen der Nationalhymne. Könnten wir ja im Zug nachholen... Der Kondukteur erlaubt es, sofern ihm die Kunden nicht davonlaufen würden. Nichts dergleichen geschieht. Wir schaffen alle vier Strophen, lauter Applaus ist die Folge. Der Kondukteur kommt zurück, er gibt jedem von uns einen SBB Verpflegungsgutschein im Wert von Fr. 6.--. Auf dem Gutschein steht:

"Grund: Dankeschön"

Dankeschön Vater im Himmel für den Nationalen Gebetstag, die Schweiz,  die SBB und dieses schöne Erlebnis. Sag ich's doch: Lobpreis lohnt sich.

Siegfried Schmid

Haben Sie am Nationalen Gebetstag etwas erlebt, das Sie mit anderen teilen möchten? Dann schreiben Sie ihr Erlebnis (möglichst mit Foto) an redaktion@gebet.ch. Wir wählen einige Zeugnisse aus und stellen sie online.

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