Gemeinsam zum Wort

«O Land, Land Land, höre des HERRN Wort» (Jer 22,29)

Der Nationale Gebetstag (NGT) ist einer der Höhepunkte der verschiedenen Tätigkeiten von «Gebet für die Schweiz» (GfdCH). Vor allem Planen und Koordinieren steht die Frage nach dem Schwerpunkt des NGT. Es liegt auf der Hand, dass die Leitung von GfdCH wie in den vergangenen Jahren den Willen Gottes für den NGT 2019 suchte. Eine entscheidende Voraussetzung in diesem Prozess sind die Früchte der Vergangenheit. War unser Handeln nach Gottes Willen, bauten wir auf einem festen Fundament? Wir sind Gott dankbar, dass er unsere Gebete erhört und uns in der Vergangenheit vom Himmel viel Gutes geschenkt hat.

Hans-Peter Lang

Schauen wir auf die vergangenen zwei Jahre, sehen wir in der Führung des Heiligen Geistes einen «roten Faden». Am NGT 2017 bliesen nach der Mittagsruhe zwei silberne Trompeten (vgl. 4. Mose 10,2) zum Aufbruch auf einen Gebetsmarsch durch den Aarauer Schachen. Mehr als dreitausend Beterinnen und Beter dankten und priesen Gott im Gebet für unser Land und seinen Schutz und Segen in der Vergangenheit. Im anschliessenden Segnungsteil rief der Heilige Geist zuerst alle Verkündiger des Wortes aus allen anwesenden Denominationen vor die Bühne, ihnen folgte die junge Generation, die Fremden in unserem Land und am Ende segnete die Jugend auf dem ganzen Platz die älteren Menschen.

Betrachten wir die Früchte des NGT 2018 in Brugg, dürfen wir von einer gewaltigen geistlichen Ernte sprechen. Nach dem Verlesen einer prophetischen Botschaft Gottes für die Gemeinde Christi der Schweiz fielen Hunderte vor den vier Kreuzen auf die Knie und taten persönlich und stellvertretend für die Lauheit der Gemeinde Christi Busse. Die Kraft des Heiligen Geistes legte sich wie ein schützender und tröstender Mantel über die trauernde und erschütterte Gemeinschaft, die bei hochsommerlichen Temperaturen von 34°C den Herrn Jesus Christus demütig um Vergebung bat.

In diese Herzenshaltung hinein sprach am Nachmittag unerwartet der Heilige Geist: «Baut zur Zurüstung der Heiligen und zur Erbauung des Leibes von Jesus Christus den fünffältigen Dienst auf der Grundlage der Apostel und Propheten!» (vgl. Eph 3,20 und 4,11–12)

Bestreben um Einheit
In den vergangenen Wochen spürte ich immer stärker ein Drängen des Heiligen Geistes. Der Blick des Vaters auf die Schweiz und seine Gemeinde fokussiert sich verstärkt auf die Einheit der Gläubigen mit seinem Sohn Jesus Christus. Der Apostel Paulus spricht zu den Ephesern über die Einheit der Gemeinde in der Vielfalt ihrer Aufgaben. «Setzt alles daran, dass die Einheit, wie sie der Geist Gottes schenkt, bestehen bleibt. Sein Friede verbindet euch miteinander.» Eph 4,3

Das Bestreben um Einheit in Jesus Christus soll der Schwerpunkt für den NGT 2019 werden.  Gottes Einladung «Gemeinsam zum Wort!» richtet sich an den ganzen Leib Christi der Schweiz. In diesem Jahr richten sich unsere Augen besonders auf die junge Generation. Es wird ein sichtbarer Generationentransfer stattfinden. Geistliche Väter und Mütter freuen sich, der Kinder- und Enkelgeneration den Segen Gottes weiterzugeben.

Wir verehren unseren Erlöser, indem wir uns als seine Jünger vor den Augen der Welt zum Lobpreis und Gebet versammeln. Aus der Kraft seines Wortes und seiner Gemeinschaft wird Samen in unser Land gesät, aus dem Früchte des Lebens, der Hoffnung und der Liebe wachsen.

(erschienen im Bulletin 2-2019)